Tag 2: So haben wir das Bangkirai-Terrassenholz auf der Terrasse verlegt
sunblogger 11. Mai 2011
Für den zweiten Tag haben wir uns viel vorgenommen. Wir möchten heute die ca. 30m2 Bangikrai komplett verlegen. Dazu müssen wir zunächst das Bangikrai-Holz vom Hinterhof auf das Dach befördern. Zum Glück haben wir dazu ja nun unseren Kran.
Das Bangkirai haben wir in den letzten Tagen bereits unten im Hof 2mal mit Holzöl gut gestrichen. Das ist sehr wichtig, damit es lange schön bleibt und haltbar ist gegen die Witterungseinflüsse.
Nun geht es also los und wir ziehen die Terrassendielen in kleinen Paketen hoch auf die Terrasse.
Sehr wichtig ist natürlich die Sicherheit wenn man die langen Dielen am Kran hochzieht. Mit langen und kurzen Tragegurten haben wir das Terrassenholz so zusammengebunden, das nichts abstürzen kann.
Übrigens kann man natürlich auch anderes Holz als Bangkirei für die Terrassendielen verwenden. Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass es FSC-Zertifiziert ist. Das ist das Qualitätssiegel für eine umweltverträgliche, sozial und ökonomisch nachhaltige Forstwirtschaft. Geeignetes Terrassenholz ist zum Beispiel neben Bangikrai auch Garapa, Massaranduba, Douglasie oder heimische Hölzer wie Eiche, Thermokiefer, Thermobuche, Thermoesche und Thermofichte oder Accoya (Acetyliertes Holz).
Mit einem Führungsseil, das an einer Seite befestigt ist, kann ich von unten die Holzdielen führen, so dass sie sich nicht drehen und gegen die Hauswand oder in die Fenster stoßen.
Nachdem wir das ganze Terrassenholz nun auf der Terrasse haben, beginnen wir mit dem Beplanken. Zunächst werden auf die Stahlträger Vierkanthölzer passend zurecht gesägt. Diese sind ebenfalls aus Bangkiraiholz und werden einfach auf die Unterkonstruktion gelegt.
Die Terrassenholzdielen werden dann auf diese Holzbalken geschraubt. Die ganze Terrasse wird auf der Stahlträger-Unterkonstruktion nicht befestigt sondern ist durch das Eigengewicht stabil verankert.
Sehr sinnvoll ist es, sich vorher Gedanken über Steckdosen und Beleuchtung zu machen. Kabel für Steckdosen kann man dann bereits vorher verlegen und an den entsprechenden Stellen im Terrassenholz Kabeldurchführungen vorsehen, wo später z.B. wie bei uns Steckdosensäulen mit Steckdosen befestigt werden.
Die Holzplanken werden nun auf der Unterkonstruktion verlegt und verschraubt.
Holz ist ein Naturprodukt. Deshalb sind die Planken selten wirklich grade und haben meist in der horizontale eine leichte Biegung.
Damit die Holzplanken schön mit gleichmäßigem Abstand nebeneinander liegen, werden zunächst kleine Holzleisten als Abstandshalter zwischen geklemmt. Dann wird die Diele auf einer Seite verschraubt und mit Spanngurten entsprechend rangezogen, so dass die Biegung ausgeglichen wird.
So kann man dann nach und nach die Terrassenplanken schön grade montieren.
Damit die Schrauben nachher schön in einer Reihe sitzen, verwenden wir eine Bohrschablone, die im Baumarkt erhältlich ist. Auch spezielle Bohrer für Hartholz und Schrauben für Terrassenplanken sollten verwendet werden. Nach dem Bohren haben wir die Bohrlöcher leicht mit einem Handsenker angefräst, so dass die Schrauben sauber im Holz versenkt werden. Wir haben auch zunächst einen speziellen Bohrer verwendet, der schon einen Senker oben beinhaltet. Damit hatten wir aber Probleme, da der Bohrer in der Halterung nicht fest genug saß und stecken blieb.
Gutes Werkzeug ist auf jeden Fall zu empfehlen. Für Kürzungen und Aussparungen für die Balkongeländer sind eine leistungsfähige Kreissäge und eine Stichsäge notwendig.
Diele für Diele wird nun das Terrassenholz auf der Unterkonstruktion verplankt.
An einigen Stellen mussten wir Aussparungen in die Holzdielen fräsen, da an den Stahlträgern Bleche zu hoch standen. Mit einer guten Kreissäge ist auch das kein Problem.
Fast fertig. Bis kurz nach Sonnenuntergang haben wir es tatsächlich geschafft das ganze Bankirai an einem Tag zu verlegen. Und wir waren mächtig Stolz.
Das war gestern: Tag 1: Stahlbau, Elektroinstallation und unser neuer Terrassen-Kran
Weiter gehts mit Tag 3: Windschutz, Sonnensegel, Terrassenmöbel und ein Smokergrill
- 7 Kommentare | Schreibe ein Kommentar








Hallo
Super Bericht mir steht diese Aufgabe noch bevor.
Mal eine Frage wo kann man denn diese Bohrschablone kaufen die ist ja wirklich pfiffig.Für eine Tip wäre ich dankbar.
Gruss J.Ginster
Hi,
die Bohrschablone für die Terrassendielen haben wir im Baumarkt (bei Bauhaus) gekauft.
Viel Spass beim Bau Deiner Terrasse
Hallo,
tolle Arbeit. Respekt.
Ich möchte meine Gartenterrasse auch mit mit Stahlunterkonstruktion bauen weil der Untergrund schwierig ist.
Welche Dimensionen haben die Stahlträger?
Hat das ein Statiker berechnet?
Für ein paar Infos wäre ich wirklich dankbar.
Gruß Andreas Walter
Hallo Andreas,
ja die Stahlkonstruktion wurde von einem Statiker berechnet und das hat eine Stahlbaufirma gebaut. Wir haben nur das Bangkirai selber verlegt.
Sonnige Grüße vom sunblogger
Hallo sunblogger,
darf man fragen was man für eine Unterkonstruktion in dieser Größe ungefähr rechnen muss?
Ich schätze mal es sind ca.4m x 7m.
Die ungefähre Größenordnung würde mir schon reichen.
Ich kann den Mehrpreis zu Holz überhaupt nicht einschätzen. Billiger ists sicher nicht.
Gruß Andreas
Der Chef sagt: “Der Metallbau hat ca. 3.500 Euro gekostet und das Holz (FSC Zertifiziert) insgesamt (Konstruktionsbankirai plus Belag) ca. 2000 Euro.”
Hallo sunnblogger,
danke für die Info. Gruß an den “Chef”
A.Walter